Steinzeit
Der Elbtalkessel zwischen Meißen und Pirna wird in der Altsteinzeit erstmals besiedelt.
Um 600
Slawische Stämme bewohnen das Gebiet.
10. Jahrhundert
Die Slawen werden von König Heinrich I. unterworfen, er gründet die Burg Meißen.
1089
Das Wettiner Fürstenhaus wird mit der Markgrafenschaft Meißen belehnt.
12. Jahrhundert
Die Wettiner setzen sich endgültig als Markgrafen von Meißen durch. Sie herrschen in Sachsen bis in das 20. Jahrhundert. Mit dem Bau einer markgräflichen Burg auf dem Taschenberg wird begonnen.
1206
In einer Urkunde wird Drezdany (links der Elbe) erstmals als "Dresdene" erwähnt.
1216
Dresden (links der Elbe) wird als Stadt bezeichnet.
1292
Das Stadtrecht wird bestätigt, die Wahl eines Bürgermeisters erfolgt.
1299
Erste Erwähnung der Stadtbefestigung Dresdens.
1403
Altendresden (rechts der Elbe) erhält das Stadtrecht.
1423
Sachsen-Wittenberg geht an die Wettiner, hiermit ist auch die Kurwürde verbunden. Das gesamte Gebiet heißt wenig später "Sachsen" bzw. "Kursachsen".
1455
Erhalt des Stapelrechts für den Elbhandel und des Niederlagerechts für nach Böhmen bestimmte Waren.
1464
Die Wettiner wählen Dresden zu ihrer ständigen Residenz. Das Schloß wird erweitert.
1485
Nach der Leipziger Teilung des wettinischen Besitztums in die ernestinische und albertinische Linie wird Dresden Residenz der Albertiner.
1491
Die Hälfte der Stadt wird durch einen Brand vernichtet. Eine neue Bauordnung wird erlassen, die für Eckhäuser und Fronten Steinbauten bis zum ersten Stock sowie Ziegeldächer vorschreibt.
16. Jahrhundert
Ausbau des Schlosses im Renaissancestil.
1539
Herzog Heinrich der Fromme führt in Dresden die Reformation ein.
1547
Herzog Moritz erhält für das albertinische Sachsen die Kurwürde.
1550
Altendresden wird aufgrund eines Fürstenspruchs eingegliedert.
ab 1676
Der "Große Garten" wird angelegt, Bau des Palais von 1678-83.
1685
Altendresden brennt nieder, ein neuer Bebauungsplan wird entwickelt, der als Grundlage für den späteren Neuaufbau der Stadt unter August dem Starken zur "Neuen Stadt bey Dresden" - künftig genannt "Neustadt" - dient.
um 1700
1694 beginnt die Regierungszeit Friedrich Augusts I., genannt August der Starke. 1697 tritt er zum Katholizismus über und wird polnischer König (August II.), so erreicht die Residenzstadt Dresden europäischen Rang. In den nachfolgenden Jahrzehnten entwickelt sich Dresden zur Kunstmetropole.
1709
J. F. Böttger erfindet das europäische Porzellan, 1710 wird eine Porzellanmanufaktur in Meißen gegründet.
1710-32
Bau des Zwingers durch den Architekten M. D. Pöppelmann und den Bildhauer B. Permoser.
1720-23
Schloß Pillnitz wird durch M. D. Pöppelmann errichtet.
1726-43
Bau der Frauenkirche, bedeutendstes Werk von G. Bähr.
1733
August der Starke stirbt. Sein Nachfolger wird Friedrich August II. (König August III. von Polen), der die Baumaßnahmen und Kunstsammlungen fortführt.
1738-55
Die katholische Hofkirche wird nach Plänen von G. Chiaveri gebaut.
1756-63
Im Siebenjährigen Krieg werden über 500 Gebäude durch den Artilleriebeschuß der Preußen zerstört. Nach dem verlorenen Krieg muß Sachsen hohe Entschädigungen an Preußen zahlen.
1806
Durch den Beitritt zum Rheinbund Napoleons wird Sachsen Königreich.
1809-29
Abbruch der Festungsanlagen auf Veranlassung Napoleons.
1813
Napoleon erringt seinen letzten Sieg in der Schlacht bei Dresden.
1815
Sachsen muß nach dem Wiener Kongreß den überwiegenden Teil seines Territoriums an Preußen abgeben.
1817
C. M. von Weber wird Hofkapellmeister.
1838-41
Das Hoftheater (1. Semperoper) wird errichtet.
1849
Dresdner Maiaufstand (3.-9. Mai), der durch das sächsische und preußische Militär niedergeschlagen wird.
1871-78
Die Semperoper wird nach dem Brand von 1869 neu erbaut.1918
Die sächsische Regierung wird während der Novemberrevolution abgesetzt. Der König muß abdanken und die Republik wird ausgerufen.
1920
Die Verfassung des Freistaates Sachsen wird anerkannt.
1945
Im Zweiten Weltkrieg wird Dresden durch Bombenangriffe zerstört. Weit über 30.000 Menschen sterben, die Stadt liegt in Trümmern und wird durch sowjetische Truppen besetzt.
1952
Die Länderregierungen der damaligen DDR werden aufgehoben. Es werden Bezirke gebildet, Dresden wird eine der 14 Bezirksstädte.
1989
Revolution in Ostdeutschland - die SED-Regierung kann sich nicht mehr halten. Im Herbst folgt die Wende.
1990
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wird Dresden Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen.
1993
Die Ruine der Frauenkirche wird enttrümmert.
1994
27. Mai - offizieller Beginn des Wiederaufbaus der Frauenkirche.
1995
Nach umfangreicher Rekonstruktion wird das Taschenbergpalais als Luxushotel wiedereröffnet.